| Der Waller ist fast immer ein gleichwertiger Gegner und sehr oft gewinnt er auch nach
Stunden den Kampf gegen den Menschen, wie viele Fälle bezeugen. Es ist aber sehr wichtig zu wissen,
dass der Lipno Stausee nicht zu seinem „Top-Revier“ gehört, obwohl man hier immer wieder einige
Stücke im Jahr fängt.
Waller lieben Löcher und alte Bäume im Wasser, wo sie sich während des Tages aufhalten. In der Regel
kommt es erst in der Nacht zur Jagd. Es stimmt aber nicht 100%ig, denn an den europäischen
Wallerrevieren kann man sie mit Hilfe von Wallerholz auch am Tag gut fangen. Die Wege, die die Waller
auf der Suche nach Beute jeden Tag absolvieren, sind fast gleich. Wer einen raubenden Waller entdeckt,
hat eine realistische Chance auf Erfolg.
Wenn die Waller richtig rauben, rauben sie überall. Deshalb kann man es versuchen: vom Grund mit der
Pose oder mit einem großen Kunstköder. Als Köder eignen sich sehr gut Tauwürmer, tote (Fischfetzen)
oder lebende Fischer aller Größen. Die besten Wallerköderfische sind Schleien und Döbel (richtiger
Leckerbissen). Beim Spinnfischen nehmen wir größere Blinker oder Wobbler (15 cm). Zum Fischen eignet
sich am besten warmes, schwüles Wetter, kurz vor einem Wetterumschwung.
Gezielter Wallerfang braucht auch spezielle Ausrüstung. Eine feste Rute und Qualitätsrolle ist Pflicht.
Sparen lohnt sich nicht, auch nicht bei den Haken. Groß und scharf müssen sie sein.
An einem Angeltag sind maximal 2 Fische erlaubt, wenn das Gewicht des ersten Fisches niedriger als
7 kg ist. Die Wallersaison läuft vom 16.6. bis 31.12. Das Mindestmass beträgt 90 cm. |