In der Nähe der Gemeinde Lipno, 9 km nordöstlich der altertümlichen Stadt Vyšší Brod wurde Ende
der Fünfziger Jahre ein 42 m hoher und 282 m langer Staudamm errichtet, durch den ein 38 km langer
Stausee entstanden ist. Der See liegt in 750 m Höhe, die Wasserfläche beträgt 4870 ha mit einer
Tiefe von maximal 20 m. Dieser Stausee wurde nie abgelassen und überrascht daher immer wieder mit
kapitalen Fischen. Er liegt im Süden Böhmens an der Grenze mit Österreich und Deutschland und ist
durch seine Lage ideal für einen erholsamen Angelurlaub.
Ein Angler darf pro Tag 2 sog. Edelfische behalten (Karpfen, Hecht, Zander, Wels). Gute Fangplätze für
Zander, Hechte und Barsche befinden sich in der Umgebung der Insel mit dem Spitznamen Taiwan bei Horni
Plana. Der Zugang zum Wasser ist praktisch an allen Stellen möglich. Der Seeboden weist jedoch nur ein
leichtes Gefälle auf. Das ganze linke Seeufer ist leicht zugänglich und zum Angeln vom Ufer aus gut
geeignet. Die rechte Seeseite bei der Staatsgrenze ist schwer zugänglich. Früher befand sich hier eine
abgesperrte Grenzzone. Hier kann man kapitale Hecht- und Karpfenfänge machen, allerdings ist hier mit
einer grossen Anzahl von unter Wasser verborgenen Baumstümpfen zu rechnen.
Beim Angeln vom Boot aus muss man damit rechnen von unerwarteten stürmischen Winden mit starkem Wellengang
überrascht zu werden, die sehr rasch ein gefährliches Ausmaß annehmen können. Es ist also ratsam den See
zu zweit zu befahren und bei Wetterverschlechterung lieber rechtzeitig ans Ufer zu fahren.